Fischarten Hecht – Esox lucius

 Adrian Ruile

Adrian Ruile

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Steckbrief: Der europäische Hecht (Esox lucius)

Wer an deutschen Seen und Flüssen auf Raubfische angelt kommt am Hecht nicht vorbei. Der europäische Hecht zählt neben dem Zander und Barsch zu den beliebtesten Raubfischen in Deutschland. Mit diesem Steckbrief wollen wir euch alle nützlichen Informationen, wie unteranderem die Laichzeit, die Verbreitungsgebiete, Lebensraum und die Fangmethoden, erläutern. Der Hecht fasziniert Angler seit jeher und seine oft agressiven Bisse und seine stattliche Größen machen ihn zu einem imposanten Jäger
Kapitaler Hecht

Der Hecht erreicht stattliche Größen und gerade die kapitalen Hechte über der 1 Meter Marke verlangen vom Angler Geschick und ein Verständnis wie der Hecht zu überlisten ist.

Allgemeine Informationen zum Hecht

Name: Hecht (Esox lucius)
Lebensweise: der Hecht ist ein Standfisch und beansprucht sein Revier als Einzelgänger

Größe: bis zu 150cm

Gewicht: bis zu 32 Kilo
Alter: bis zu 30 Jahren
Geschlechtsreif: Männchen ab ca. 2 Jahren, Weibchen ab ca. 4 Jahren
Laichzeit: je nach Wassertemperatur zwischen Februar und Mai
Laichbereich: Flachwasserzonen/Uferzonen
Fangmethode: Spinnfischen und Köderfisch

Hecht : Verbreitungs- und Lebensraum

Der europäische Hecht ist vor allem in Mittel-/Nordeuropa vorzufinden, aber auch in Asien und Nordamerika ist der Hecht beheimatet. Die stärkste Popularität des europäischen Hechts in Europa, findet man in Skandinavien genauer gesagt Finnland. Dort hat der Hecht, nach dem Barsch, die größte Populationsdichte in ganz Europa.
Der europäische Hecht kommt in fast allen Teichen, großen Seen und Flüssen vor, aber auch im Brackwasser, Stellen an denen Süßwasser auf Salzwasser trifft, hat sich der Hecht angesiedelt. In Teichen und großen Seen, kann man den Hecht im Ufer-/Flachwasserbereich, aber auch im Freiwasser antreffen. So kann man zur Verbreitung des Hechts sagen er lebt vom Brackwasser bis in die Gebirgsregion.

Hecht: Körperform

Der Körper des europäischen Hechtes ist lang gestreckt und pfeilförmig.. Die Hechte besitzen einen langen, breiten und abgeplatteten Kopf, mit einem großen oberständigen Maul, welches einem einem Entenschnabel ähnlich sieht. Daher kommt auch der Begriff entenschnabelförmig. Besonders charakteristisch ist die weite Maulspalte.

Im Maul des Hechtes befinden sich sehr spitze Fangzähne sowie kleinere Zähne. Da der Hecht unteranderem ein Sichträuber ist, besitzt dieser große gelbliche bis schwarze Augen oberhalb des Kopfes.

Weitere Merkmale des Hechtes sind die Flossenpartien:
– die Rückenflosse sitzt weit hinten und ist abgerundet (konvex)
– die abgerundete Afterflosse liegt unterhalb der Rückenflosse
– die Bauchflossen haben beim Hecht bauchständige Stellung
– die Schwanzflosse besitzt eine Gabelähnliche Form

Hecht: Farben und Muster

Die Farbe und das Muster des Hechtes richtet sich nach der Gewässerbeschaffenheit. Die meisten Hecht haben dabei eine grün-gelbliche Farbe. Andere Hechte haben einen größeren Weissanteil und in sehr klaren Gewässern kann der Hecht ein fast silberfarbenes Schuppenkleid haben. Die Färbung ist je nach Standort sehr variabel.

Hecht: Laichbereich und Laichverhalten

Die Männchen ziehen relativ früh, teilweise schon im November, in die Flachwasserzonen, wo sie auf die Weibchen im Frühjahr warten. Im Frühjahr ziehen dann die Weibchen, bei einer Wassertemperatur zwischen 5°C und 12°C, in die Flachwasserzonen, wo sie dann Laichwiesen und den Uferbereich aufsuchen.

Oft versammeln sich um ein Weibchen mehrere Männchen, so kann es während der Laichzeit auch zu verbitterten Kämpfen kommen. Nicht selten sehen die gefangenen Hecht nach der Schonzeit, die zwischen Januar und Juni liegt (je nach Gewässer / Bundesland) sehr mitgenommen aus.

Der Hecht ist ein Krautlaicher oder auch Haftlaicher, deswegen benötigen die oft größeren Weibchen Wasserpflanzen, wie zum Beispiel Schilf und Unterwasserwiesen, aber auch Äste versunkene Bäume können in Frage kommen.
Das Weibchen haftet die Eier (Rogen) an die Pflanzen, die anschließend vom Männchen befruchtet werden. Ein Weibchen kann pro Kilo bis zu 40.000 Eier ablegen, diese werden aber nicht auf einmal abgelaicht, sondern Stück für Stück. So kann es bis zu 4 Wochen dauern, bis ein Weibchen alle Eier abgelegt hat.

Nachdem Laichen verlassen die Weibchen als erstes die Laichbereiche und die Männchen warten noch auf eventuelle weibliche Nachzügler.
Je nach Wassertemperatur kann es zwischen 10 und 30 Tage dauern, bis aus einem befruchteten Ei ein kleiner Hecht schlüpft. In den ersten Wochen ernähren sich die kleinen Hechte von Plankton, Wasserflöhen oder von Hüpflingen.

Hecht: Nahrung

Der Speiseplan der Hechte ist sehr vielfältig. So frisst der Hecht nicht nur Fische – wozu auch seine eigenen Artgenossen gehören – sondern auch Mäuse, Ratten, kleine Wasservögel und sogar Schlangen.

Hecht: Angelmethoden

Hecht Angelmethoden
Da der europäische Hecht ein aggressiverer und aktiver Raubfisch ist, kann man ihn gezielt mit der Spinnrute beangeln. Die Köderauswahl ist riesig, da man unterschiedliche Blechköder, Gummiköder und Wobbler verwenden kann, um einen Hecht zu reizen und zum Biss zu verleiten. Aber auch das Angeln mit Köderfisch ist bei den Hechten sehr effektiv und das vor allem in der kalten Jahreszeit, wo die Hechte das aktive Jagen verringern und dann anfangen, tote Fische und ähnliches vom Grund aufzusammeln. Der Hecht ist wegen seinen vielen V-Gräten als Speisefisch bei vielen nicht so beliebt, obwohl er sich super filetieren lässt und sehr schmackhaftes Fleisch besitzt.

Hecht - Verwertung

Der Hecht ist ein von vielen Anglern geschätzter Speisefisch. Er hat einen geringen Fettgehalt und ein leckeres und fest Fleisch. Zur Verwertung ist zu sagen, dass das Fleisch das Hechts sehr grätenreich ist. Dabei hat der Hecht im Bereich bis zur Rückenflosse sogenannte Y-Gräten – hier sollte ein Verschlucken auf jeden Fall vermieden werden.

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